10. IPA FLYIN Kalundborg DK

Ein Bericht von Raymond Herbrink

Raymond bei der Flugvorbereitung

Am Freitag, den 24. August 2007 traf ich mich in aller Frühe mit Michel CONRAD am Flughafen Findel. Auf dem Plan stand die Cessna 172 mit unseren persönlichen Sachen für einen 3 Tage Trip zu beladen, Flugzeug auftanken, Flugzeugcheck und Flugplanaufgabe. Alles Routine, da wir schon etliche Reisen gemeinsam unternommen haben.

Die verschiedenen Flugrouten hatten wir uns schon einige Tage zuvor ausgesucht. Da das Wetter keine besonderen Schwierigkeiten zu bereiten schien, konnte die direkte Route ins Auge gefasst werden.

Gegen 09.30 Uhr erhielten wir die Startfreigabe vom Tower. Gas rein und schon beschleunigte die Cessna mit dem Rufzeichen LX-AID, um sich kurz danach in die Lüfte zu erheben. Nach weniger als 2 Flugstunden erreichten wir Bielefeld, um einen Zwischenstopp einzulegen. Die Maschine musste aufgetankt werden und auch wir verspürten leichte Hungergefühle.

Nachdem wir uns gestärkt und auch die Sitzplätze getauscht hatten, ging es weiter in Richtung Norden. Bedingt durch die tiefe Wolkendecke konnten wir die ursprünglich geplante Flugfläche nicht erreichen, so dass wir unter den Wolken auf 3500 Fuß uns Hamburg näherten. Ab Kiel führte der Flug übers Meer und bald war die dänische Küste in Sicht. Die Wolkenbasis lag hier tiefer und so mussten wir Höhe aufgeben. Über Korsor, zirka 20 Minuten vor unserem Ziel, setzte leichter Nieselregen ein. Die Sichten hielten jedoch was sie versprachen und so erreichten wir nach insgesamt 4 ½ Flugstunden und 433 nautischen Meilen unseren Zielflughafen Kalundborg.

Die Begrüßung war rührend, wie immer. Am späten Abend standen 25 Flugmaschinen in Reih und Glied am Vorfeld des Flugplatzes. Die mehr als 60 Flugzeugbesatzungsmitglieder hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Flugzeughangar eingefunden, fürs gemeinsame Abendessen, während vor den Hallentoren eine Polizeimusikkapelle ihr Repertoire abspielte.

Abstellplatz in Kalundborg

Nachdem es dann doch schon recht spät geworden war, brachte man uns mittels Polizeibus zu unseren Unterkünften nach Havnso. Ein nettes Hotel mit Sicht auf die Sejero Bucht. Dies allerdings bemerkten wir erst beim Frühstück.

Am Samstag stand die Flugrallye auf dem Programm. Die Abfahrt vom Hotel erfolgte, gegen 09.30 Uhr. War das Wetter am Freitag noch passabel, so hatte es sich über Nacht zusehends verschlechtert und dunkle Wolken hingen tief über dem Flugplatz. Kurz vor Mittag plötzlich emsiges Treiben auf dem Vorfeld. Die Bewölkung hatte sich ein weinig gehoben und nach kurzer Zeit hob eine Flugmaschine nach der anderen ab, damit die Flugbesatzungen ihre fliegerischen und navigatorischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Mehrere markante Punkte gab es da anhand von Koordinaten einigen Bildern zuzuordnen. Bedingt durch das Wetter keine einfache Sache. Nach mehr als einer Stunde bei Regenschauern und immer wieder umfliegen von Wolkenfetzen hatten wir alle Bilder zugeordnet. Eine Ziellandung auf einer quer verlaufenden weißen Linie auf der Landebahn krönte den Abschluss der Rallye. Böiger Wind erschwerte den Anflug und das Aufsetzen des Hauptfahrwerks fand dann auch nicht exakt auf der Linie statt.

Anflug zur Ziellandung

Abendessen im Hangar

Das verspätete Mittagessen nahmen wir gemeinsam auf dem Flugplatz ein und konnten dabei der Flugformation ‚Chip Chap’ bestehend aus 8 Chipmunks beobachten. Die Rückkehr zum Hotel erfolgte gegen 16.00 Uhr. Die freie Zeit nutzten einige um sich den Hafen und wunderschönen Ort Havnso anzuschauen.

Das Galadiner fand in unserem Hotel statt. Prominenz aus Polizei und Politikreisen hatte sich eingefunden. Es wurde ein wunderbarer Abend, Freundschaften konnten aufgefrischt und neue geknüpft werden.

Gewinner der Flugrallye wurde die Flugbesatzung Uwe SEIDEL und Dieter SCHLUMBERGER aus Mengen/D. Der Pokal für die weiteste Anreise ging an Alex KÜFFER aus der Schweiz. Na ja und wir belegten den zweiten Platz der Flugrallye.

Am Sonntag war es dann wieder soweit. Es hieß Abschied nehmen. Die Sonne schien, nur einige Kumuluswolken am Himmel. Schnell stiegen wir mit unserer Cessna auf fast 10000 Fuß und setzten unseren Flug bei strahlendem Sonnenschein hoch über den Wolken fort.

über den Dänischen Inseln

Flugstrecke von Luxemburg nach Kalundborg

Auftanken war in Bielfeld geplant. Das schöne Wetter hatte uns auf halber Flugstrecke verlassen und nur mit Mühe konnten wir den Flugplatz finden. Die verbleibende Flugstrecke legte wir anfangs bei recht tiefer Bewölkung und schlechten Sichten zurück. Ab Köln schien dann die Sonne und bei herrlichem Wetter landeten wir auf Findel.